DE2061996A1 - - Google Patents
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- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22C—FOUNDRY MOULDING
- B22C9/00—Moulds or cores; Moulding processes
- B22C9/10—Cores; Manufacture or installation of cores
- B22C9/105—Salt cores
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- B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
- B29C—SHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
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- B29C33/44—Moulds or cores; Details thereof or accessories therefor with means for, or specially constructed to facilitate, the removal of articles, e.g. of undercut articles
- B29C33/52—Moulds or cores; Details thereof or accessories therefor with means for, or specially constructed to facilitate, the removal of articles, e.g. of undercut articles soluble or fusible
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
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- Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)
- Silicates, Zeolites, And Molecular Sieves (AREA)
- Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)
Description
DR. MDLLER-BORe DIPL-PHiTS. DS. MANITZ D I PL-CHEM. DR. DEU FEL
DIPL-ING. FINSTERWALD Dl PL-ING. GRÄMKOW
tu. DEZ. Wl
Lo/Sv - S 2224
SUMITOMO CHEMICAL CO., LTD.
15> 5-chome, Kitahama, Higashi-ku,
Osaka / Japan
Wasserlösliche Kerne
Prioritäten: Japan vom 16. Dezember 1969, Hr. 1014-32/69
Japan vom 8. April 19?0, Nr. 30414/70
Die Erfindung "betrifft wasserlösliche Kerne und insbesondere
einen leicht, entfernbaren Kern, der beim !Formpressen eines
Gegenstandes, welcher irgendeinen hohlen Teil besitzt, aus
einem Material wie einem Metall oder einem Kunststoff verwendet wird»
Sand oder Gips wurden für gewöhnlich für diese Art von Kernen verwendet. Jedoch besitzt ein solcher Kern keine Festigkeit,
welche den Formpreßdruck, dem der Kern beim Spritzguß unterworfen wird, aushält. Ein aus einem Meiall zusammengesetzter
Kern ist gegenüber dem lOrmpreßdruck beim Spritzguß beständig. Jedoch kann ein solcher Metallkern von dem preßverformten
Gegenstand nicht entfernt werden, falls er nicht
_ Λ _ 109828/1139
Dr. Müller-Bor« Dr. Manifz · Dr. Daufel · Dipl.-Ing. FiniUrwald Dipl.-Ing. Grflmkow
Braunschweig, Am Bürgerpark 8 8 München 22, Robert Koch-Straße 1 7 Stuttgart - Bad Cannstatt
Telefon (0531) 73887 Telefon (0811) 2251 10, Ti Ι5Λ5», Telex 522050 mbpat Marktslraße 3, Telefon (0711) 56 7261
eine so vergleichsweise einfache Form, welche keine Hinterschnei
dung en oder starke, umgekehrte Neigungen besitzt, aufweist. Daher ist es unmöglich, einen Gegenstand mit einer
komplizierten Form mittels eines solchen Metallkernes formzupressen.
Andererseits kann ein aus einem wasserlöslichen Salz bestehender Kern nach dem Spritzguß aufgelöst und entfernt werden
und er kann zur Herstellung eines beliebigen, hohlen Gegenstandes verwendet Zierden. Für eine solche Art von Kernen werden
wasserlösliche Salze wie Natriumchlorid oder wasserfreies Calciumchlorid vorgeschlagen. Ein aus Natriumchlorid zusammengesetzter
Kern weist jedoch den Nachteil auf, deß er eine niedrige
mechanische Festigkeit besitzt und kein solches Hochdruckpreßverfahren wie das Spritzgießen von einem Metall aushält.
Ein aus wasserfreiem Calciumchlorid bestehender Kern wurde als nur einmal zu benutzender Kern vorgeschlagen, der eine
hohe mechanische Festigkeit besitzt und die hohen Druckkräfte, die beim Spritzguß auftreten, aushält. Bei der Herstellung
eines solchen Kernes wird wasserfreies Calciumchlorid in einem geschmolzenen Zustand (Schmelzpunkt = 7720C) gehalten, um
es wirksam zu dehydratisieren, und dann wird es in eine auf eine vergleichsweise hohe Temperatur von etwa 2600C vorerhitzte
Form eingegossen. Der gegossene Kern muß in einem getrockneten, abgedichteten Behälter oder bei einer hohen Temperatur
oberhalb etwa 2000C aufbewahrt werden, da Calciumchlorid
zerfließlich ist. Daher ist er hinsichtlich der Bearbeitbarkeit mangelhaft, so daß es schv/ierig ist, einen Kern, der eine
Form mit genauen Abmessungen besitzt, auf einer Drehbank oder Bohrmaschine herzustellen.
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Ziel der Erfindung ist es, einen wasserlöslichen Kern zu liefern, der eine ausreieilende "Festigkeit besitzt, um der hohen
Kompressionskraft oder dem Druck, die "beim Spritzgießen auftreten,
zu viiderstehen. Weiterhin ist es Ziel der Erfindung,
einen festen und wasserlöslichen EOrmpreßkern zu liefern, der
einfach aufbewahrt oder verwahrt werden kann.
Weitere Erziele der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung. ■ -
Die Erfindung liefert einen wasserlöslichen Kern, der aus wasserfreiem
Magnesiumchlorid oder einer Mischung von wasserfreiem I Magnesiumchlorid mit mindestens einer der Verbindungen Aluminiumoxid,
Natriumcarbonat, Natriumchlorid, Magnesiumoxid, Siliciumdioxid oder Natriumcarbonat zusammengesetzt ist.
Der erfindungsgeaiäfe Ktrn, welcher hauptsächlich aus wasserfreiem
Magnesiumchlorid- zusaimen^ ausgezeichnete Bearbeitbarkeit und weist eine 4- bis 5 m^l so hohe
Auflösuiigsgeschifindigkeit in siedendem Wasser beim Vergleich
mit einem hauptsächlich aus Calciumchlorid zusammengesetzten
Kern auf. Darüberhinaus besitzt wasserfreies Magnesiumchlorid einen Schmelzpunkt von 7120C, der niedriger ist als derjenige
von wasserfreiem Calciumchlorid, und es kann leicht in eine
vorerhitzten lOrm bei einer relativ niedrigen Temperatur, wie
z.B. etwa 10O0C, eingepreßt werden. Darüberhinaus ist wasserfreies
Magnesiumchlorid, obwohl es eine hygroskopische Substanz darstellt, leichter aufzubewahren als das zerfließliche Calciumchlorid,
und es kann unter einer Atmosphäre bei einer Temperatur oberhalb etwa 120°C oder unter einer trockenen Atmosphäre für
eine lange Zeitspanne aufbewahrt werden. .
Die jeweiligen Wirkungen der dem wasserfreien Magnesiumchlorid
bei der vorliegenden Erfindung zuzusetzenden Verbindungen sind
die folgenden:
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Venn die Zugabemenge von Aluminiumoxid in ein era Bereich-von
2 bin 35 Gew./o liegt, ist eine Wirkung, daß die mechanische
Festigkeit des Kernes bemerkenswert mit einer Steigerung
der Zugabemenge erhöht wird."- Beispielsweise besitzt ein
Kern aus wasserfreiem Magnesiumchlorid, welches 20 Gew.%
Aluminiumoxid enthält, eine Druckfestigkeit von 17O kg/cm^
und eine Querbruchfestigkeit von 60 kg/cm/ , und er besitzt
eine höhere Festigkeit als ein Kern aus wasserfreiem Magncsium-
chlorid alleine, der eine Druckfestigkeit von 55 kg/cm" und
eine Querbruchfestigkeit von 25 kg/cm .aufweist. Andererseits neigen die Bearbeitbarkeit des Kernes und die Fluidität
bzw. die Fließfähigkeit der Schmelze mit einer Zunahme der Menge der in dem Kern enthaltenen Aluxiiniurnoxidmengö dazu.,
schlechter zu werden. -Insbesondere wenn der Gehalt an
Aluminiumoxid mehr als 35 Gew.% beträgt, nimmt die Fließfähigkeit
der Schmelze übermäßig ab. . ■ . . _
Wenn die Zugabemenge von Natriumcarbonat in einem Bereich
von 2 bis 30 Gew.% liegt, hat dies die VirJningen, daß die
mechanische Festigkeit des Kernes mit einer Erhöhung der Zugaben
enge von Natriumcarbonat.gesteigert wird, und daß zur
gleichen Zeit die Oberfläche des Kernes glatt wird. Wenn der Gehalt jedoch höher als 30 Gew.% liegt, besteht die Wahrscheinlichkeit,
daß der Kern reißt, wenn er geformt wird.
Bei Zusatz von natriumchlorid in einem Bereich von 2 bis
Gew.% wird eine verbesserte Glätte der Oberfläche des Kernes beobachtet. Wenn die Natriumchloridmenge mehr als 40 Gew.%
beträgt, wird der Schmelzpunkt des Kernmaterials derart herabgesetzt, daß der Kern beim Gießen bestimmter Metalle bei
einer höheren Temperatur nicht beständig ist. Un dalier den Schmelzpunkt so zu halten, daß er den verschiedenen Spritzgußarten
angepaßt ist und um die Oberfläche des Kernes zu verbessern, wird es vorgezogen, Natriumchlorid in einer Menge
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BAD ORIGINAL
von 2 Ms 40 Gew./f zuzusetzen. Insbesondere wenn 2 bis JO Gew.%
Natriumchlorid mit Aluminiumoxid zugesetzt werden, kann ein Kern' mit einer glatten Oberfläche erhalten werden.
Magnesiumoxid hat die Wirkung, die Festigkeit des Kernes aus
wasserfreiem Magnesiumchlorid zu verbessern. Beispielsweise besiijzt
ein aus wasserfreiem Magnesiumchlorid, welches 20 Gew.% Magnesiumoxid, enthält, zusammengesetzter Kern eine Druckfestig-
■ P ■ P
fceit von 160 kg/cm und eine Querbruchfestigkeit von 40 kg/cm,
und. er besitzt eine etwa 3 mal so hohe Druckfestigkeit und
eine etwa 2 mal so hohe Querbruchfestigkeit im Vergleich zu
einem Kern, der nur aus wasserfreiem Magnesiumchlorid besteht. Wenn der Magnesiumoxidgehalt weniger als 30 Gew.% beträgt, ist l
eine Wirkung der Erhöhung der mechanischen Festigkeit des Kernes vorhanden, falls jedoch mehr als 30 Gew.% enthalten sind,"
wird die Formbarkeit des Kernes oder insbesondere das Fließ-,
vermögen bei höherer Temperatur verschlechtert. Wenn Siliciumdioxid
zu weniger als· 15 Gew.% zugesetzt wird, wird die Festigkeit
des Kernes mit einer Erhöhung der Zugabemenge gesteigert,
wenn diese Jedoch mehr als 15 Gew.% beträgt, wird die Formbarkeit verschlechtert. Beispielsweise besitzt ein Kern aus wasserfreiein Magnesiumchlorid, welches 10 % Siliciumdbxid' enthält,
eine Druckfestigkeit von 100 kg/cm und eine Querbruchfestig-
keit von 30 kg/cm .
Wenn Hatriumsilikat in einer Menge von weniger als 20 Gew.%
zugesetzt wird, wird die Festigkeit des Kernes bei einer Steigerung der Zugabemenge erhöht. Beispielsweise besitzt ein Kern
aus wasserfreiem Magnesiumchlorid, welches 10 % Natriumsilikat enthält, eine Druckfestigkeit von 90 kg/cm und eine Querbruchfestigkeit
von 4-0 kg/cm · Falls Jedoch mehr als 20 Gew.% enthalten
sind, nimmt die Formbarkeit ab.
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Daher enthält ein bevorzugter wasserlöslicher I-ern wasserfreies
Magnesiumchlorid und weniger als 35 Gew.% Alurp.inim.ioxid,
weniger als 30 Gew.% Natriumcarbonat, weniger als 40
Gew.% Natriumchlorid, weniger als 30 Gew.% Magnesiuiaozcid, weniger als 15 Gew.% Siliciumdioxid und weniger als 20 Gew.%
Natriumsilikat, jeweils bezogen auf das Gewicht des Kernes. Jedoch wird es vorgezogen, daß der Gesamtgehalt der dem wasserfreien
Magnesiumchlorid zuzusetzenden Verbindungen unterhalb 45 Gew.% liegt, da die Formbarkeit des Kernes abnimmt,
falls er höher als 45 Gew.% ist. Bei der vorliegenden Erfindung ist ein Kern, welcher wasserfreies Magnesiumchlorid und
2 bis 30 Gew.% Natriumcarbonat und 5 bis 30 Gew.% Aluminiumoxid
enthält, ausgezeichnet hinsichtlich Druckfestigkeit und
Querbruchfestigkeit. Darüberhinaus ist die Oberfläche des Kernes glatt.
Das Formmaterial zur Herstellung eines Kernes kann darüberhinaus ein Oxid, Carbonat oder Sulfat eines beliebigen anderen
Metalles enthalten, insoweit es sich nicht beim Formen zersetzt oder verdampft und die Formbarkeit nicht in abträglicher
Weise beeinflußt.
Darüberhinaus kann die Festigkeit des Kernes bei der Erfindung gegebenenfalls erhöht werden, indem Kernverstärkungsmaterialien,
z.B. Metallstäbe oder -drähte oder Glasfasern eingebaut werden.
Darüberhinaus kann angenommen werden, daß durch Anlegen eines Druckes beim Formen Blasenhohlräume, die in dem fertigen Kern
erzeugt werden, vermindert werden, und daß die mechanische Festigkeit des Kernes erhöht wird.
Mit Ausnahme der Verwendung besonderer Formmaterialien zur Herstellung eines Kernes kann der Kern in einer an sich bekannten
Weise zur Herstellung eines Kernes aus einem anorganischen, wasserlöslichen Salz hergestellt werden.
- 6 10 9826/1139
Die Erfindung wird in .;f o.lg:eiiden Θΐύιοηύ .von Beispielen näh ei* .
erläutert·,, clTh-tv-;-"iio cu beschränken; In- den Beispielen be-
;:iehca .-οίαΊ: .Profcent^Aiigabeii,auf Gewicht. , . . '.
B'.lijivcel· 1' .'- --.-■■■ ·"■-. ' , --...'.V-: ■ -■ ■ . . ■ ■ ... .-.
Wd !.;;.; erfrei or Hagrieoiuirichlorid wurde·" auf 80G0G in einen Schniolz
Of(1Ii .erhitzt, und die Schmelze wurde in eine auf 1000C vorerl'iitr/be,
r.ietallisGlic Porii gegossen und hierin !'.llriihlen und ,«ich
Der auf diene. "U.^ise hergestellte Kern \rc.?äe ir eine iletallforü
ir einer opritsg^maschine bei .200 C ^eingesotzt. Dejui \-!}*2^ie eine
g 0O ge;ch'3olsene Al1- >J Si2C %
bei G^O0O ge;<ch'3olsene Al-1- >J Si-2,C % Cu-O,?^ . ' Fe-Le^ierung
i;i de Fc::i:v gogosöeii, ;:c dal?) sie d^n in der !Form angeoicdliete-i
Korn luigal·. Der Forridruck beira SpritrgieHen betrug sti
diesem "eitpvailrt „630 "vg/cn". .Der bein Spritzgießen erhaltene
Geg3iir>tanv'! vr.irde in warmes We-sser eiiigetaiicht, so daß ae:c Kern
in der: öpa:<i"t.:gu5gegenstaiid aufgelöst und entfernt wurde. Auf
diese V/eiBe vairde ein geforiiter Gegenstand erhalten, öer einen
hohlen Teil Id.t einer glatten Oberfläche und _n.it der gevainschten
AbmessungBgenauigke.it aufwies.
Ein "GeMsch- aus 60 % wasserfreien Haguesiuiachlorid und 20 %
wurde zum Sclimelzen auf 8^0 C erhitzt. Die
o · giif' gerührt und sie "mirde dann· sofort in.eine
a\if ^2I)O0Ci vor erhitzte, metallische Form gegossen und hierin ·
ablrühleM :\nM;sicli-verfestigen, gel as sexi i Der so hergestellte
Kern vmrde in eine metallische" Form in einer .Spritzgußmaschine
eingesetzt. Dann wurde die gleiche legierung wie in Beispiel 1 nach -derselben; Arbeitsweisevsprltsgegossen. Der durchlas
Spritsgießisn ;erhal-'i!fen.e;. Gege^trand wurde- in strönendes, warmes
10982671139
Wasser eingetaucht, so daß der Kern in dem Sjxritzgußgegenstand
aufgelöst und entfernt wurde. Auf diese Weise wurde ein Formgegenstand mit der gewünschten Genauigkeit der Abmessungen
erhalten.
Ein Gemisch aus 65 °/° wasserfreiem Magnesiumchlorid, 10 %
Natriumcarbonat und 25 % Aluminiumoxid wurde zum Schmelzen auf 95O0G erhitzt. Die Schmelze wurde gut gerührt und sie
wurde dann sofort in eine auf 2500C vorerhitzte, metallische
lOrn eingegossen und hierin sich abkühlen und verfestigen ge-
ψ lassen. D.-:r so hergestellte Kern wurde in einen Heißlufttrockenofen
bei 2000C eingesetzt und hierin 2 d gehalten.
Der Kern besaß eine Druckfestigkeit von 300 kg/cm und eine
Querbruchfestigkeit von 110 kg/cm . Dann wurde dieser Kern
in eine metallische Form'in einer Spritzgußmaschine bei 2000C
eingesetzt. Danach wurde eine Legierung mit der gleichen Zusammensetzung
v.'ie in Beispiel 1 nach der gleichen Arbeitsweise spritzgegossen. Der erhaltene Gegenstand wurde in warmes
Wasser zur Auflösung und Entfernung des Kernes in den Spritzgußgegenstand eingetaucht. Der so erhaltene Gegenstand besaß
einen auf der Oberfläche glatten, hohlen Teil.
^ Beispiel 4-
.
Ein Gemisch aus 80 % wasserfreiem Magnesiumchlorid und 20 %
Natriumcarbonat wurde, um es zu schmelzen, auf 9000C erhitzt.
Die Schmelze wurde in eine auf 2000C vorerhitzte, metallische
Form eingegossen und dann hierin zum Verfestigen abkühlen gelassen. Der so hergestellte Kern wurde in einen Heißlufttrockenofen
eingesetzt und hierin 1 d auf 1500C gehalten. Dann wurde
dieser Kern in eine metallische Form in einer Spritzgußmaschine bei 16O0C eingesetzt. In der gleichen Weise wie in Beispiel 1
wurde das Spritzgießen durchgeführt. Der hohle Teil des erhalte-
I j w
0 9 8 2 8/1139
BAD ORlGJNAL
ilen, geformten Gegenstandes war zufriedenstellend, und seine
Oberfläche war glatt und glänzend. "
Ein "Gemisch aus 80 %. wasserfreiem Magnesiumchlorid und .20 %
Magnesiumoxid wurde »um. es zu schmelzen, auf 9000C erhitzt. Die
Schmelze wurde gut gerührt und sie wurde dann sofort in eine auf 1OO0G vorerhitzte, metallische Form eingegossen und hierin
zum Verfestigen abkühlen gelassen. Der Kern wurde aus der Form
entnommen und in einen auf 15O0C gehaltenen Heißluft-Trockenofen
eingesetzt und hierin 2 d aufbewahrt. Der Kern wurde in
eine Spritζgußmaschine bei 2000C eingesetzt. Dann wurde nach "
der gleichen Arbeitsweise wie in Beispiel 1 ein Metall der ■ gleichen egierungszusammensetzung spritzgegossen. Der erhaltene
Gegenstand wurde in fließendes, warmes Wasser zur Auf-' lösung des Kernes eingetaucht. Die Oberfläche des hohlen Teiles
des geformten Gegenstandes war glatt.
■ ■ " .
Ein Gemisch aus 70 % wasserfreiem Magnesiumchlorid, 20 % AIuminiumoxid
und 10 % Natriumchlorid wurde auf 900°C erhitzt, um es zu schmelzen. Die Schmelze wurde gut gerührt. Dann wurde
Aluminiumoxid gleichmäßig in der Schmelze suspendiert, und
die geschmolzene Mischung wurde unmittelbar in eine auf 2000C *
vorerhitzte, metallische Form eingegossen. In der Form wurde die Schmelze atldihlen und sich verfestigen gelassen. Dann
wurde der Spritzguß in der gleichen Weise wie in Beispiel 1
durchgeführt. Die formgepreßte Oberfläche des hohlen Teiles
in dem erhaltenen Spritzgußgegenstand viar besondere glatt und
sie war nicht schlechter als die Oberfläche, die sich aus dem
Kontakt mit der metallischen Form ergab. Der hohle Toil war
hinßichtlich der Genauigkeit der Abmessung zufriedenstellend.
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Die Ergebnisse von Untersuchungen der Auflösegeschwindigkeit
der erfindungsgemäßen Kerne in siedendem Wasser sind in der
folgenden Tabelle aufgeführt. Bei diesem Test vrurde ein wasserlöslicher,
säulenartiger Kern mit einen Durchmesser von 18 mm und einer Länge von 100 mm hergestellt. Der Kern wurde
mit gegossenem Zink auf den Umfang mit Ausnahme der beiden Enden umgeben und in 2 1 siedendem Wasser eingetaucht,
und es wurde die Zeit gemessen, bis sich das Kernmaterial
vollständig herausgelöst hatte.
Zusammensetzung Zur Auflösung erforderliche
des Kernmaterials Zeit (min)
MgCl0-IO % Na0CO,
d d $ 12
-20 % Al2O3
CaCl,, 60
Aus den oben aufgeführten Ergebnissen ist ersichtlich, daß die Auflösungsgeschwindigkeit des erfindungsgemäßen Kernes
in siedendem Wasser viel höher ist als diejenige eines bekannten Kernes unter Verwendung von Calciumchlorid.
Wie zuvor beschrieben, besitzt der erfindungsgenäße Kern, der aus wasserfreiem Magnesiumchlorid od^r hauptsächlich
aus wasserfreiem MagBsiunchlorid besteht, solche ausgezeichneten
Eigenschaften wie eine gute Verarbeitbarkeit, die bei beliebigen, üblichen wasserlöslichen Kernen nicht zu firidcn
ist, eine Verbesserung des Arboitewirkungε^rades infolge dor
hohen Auflösuiigngeschwindigkeit, und eine Gläl't·- der Ober-
- 10 -109826/1139 BAD OR[GlNAL
fläche der. hohlen. Teiles des Gegenstandes.
Ein erfindiuigsgeiii&ßer Kern kann nicht nur zum Formpressen
von Aluninimi und Aliuiiiniunlegiermiseii, sondern auch- von
Magnesium, Sink, Btoi, Zinn und deren Legierungen verwendet
werdon. -DaKYbe^hinauc kann er nit Wasser so leicht entfernt werden, da.3 er sura. EOrapreosen von Kunststoffen verwendet
werden kann".
- Patentansprüche -
■■- it-·
10 9 82 6/1139
Claims (4)
1. Wasserlöslicher Kern, dadurch gekennzeichnet,
daß er wasserfreies Magnesiumchlorid oder ein Gemisch aus wasserfreiem Magnesiumchlorid mit mindestens einer der Verbindungen
Aluminiumoxid, Natriumcarbonat, Natriumchlorid, Magnesiumoxid, Siliciumdioxid oder NatrLumsilikat enthält.
2. Wasserlöslicher Kern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er wasserfreies Magnesiumchlorid und
weniger als 35 Gew.% Aluminiumoxid,, weniger als 30 Gew.%
Natriumcarbonat, weniger als 40 Gew.% Natriumchlorid, weniger als 30 Gew.% Magnesiumoxid, weniger als 15 Gew.% Siliciumdioxid
weniger als 20 Gew.% Natriumsilikat, bezogen auf das Gewicht des Kernes, enthält.
3· Wasserlöslicher Kern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er wasserfreies Magnesiumchlorid und
von 5 "bis 30 Gew.% Aluminiumoxid und von 2 bis 30 Gew.%
Natriumcarbonat, bezogen auf das Gewicht des Kernes, enthält.'
4. Wasserlöslicher Kern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er wasserfreies Magnesiumchlorid und
von 2 bis 35 Gew.% Aluminiumoxid und von 2 bis 20 Gew.%
Natriumchlorid, bezogen auf das Gewicht des Kernes, enthält.
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