-
Die vorliegende Erfindung ist gerichtet auf eine Schichtenanordnung zur Verwendung in einem Wertdokument sowie auf das Wertdokument an sich. Ferner betrifft die Erfindung eine Systemanordnung zur Bereitstellung des Wertdokuments bzw. der Schichtenanordnung. Es wird ein Verfahren vorgeschlagen, welches die Schichtenanordnung bereitstellt bzw. die Systemanordnung betreibt sowie ein Computerprogrammprodukt mit Steuerbefehlen, welche das Verfahren implementieren bzw. die Systemanordnung bei ihrer Ausführung betreiben.
-
Bekannt sind unterschiedliche Sicherheitsmerkmale, mit denen bewirkt werden soll, dass ein Wertdokument nicht unautorisiert hergestellt werden kann. So sind beispielsweise Ausweiskarten, Führerscheinkarten, Kreditkarten oder ganz allgemein Smartcards bekannt. Diese weisen partielle Sicherheitsmerkmale auf, mit denen es sichergestellt werden kann, dass ein Wertdokument bezüglich seiner Echtheit verifizierbar ist.
-
Es kommt vor, dass das Wertdokument nicht insgesamt gefälscht wird, sondern dass ein vorhandenes, echtes Wertdokument derart abgefälscht wird, dass lediglich einzelne Daten, wie z. B. der Name des Karteninhabers, geändert werden. Somit sind unterschiedliche redundante Sicherheitsmerkmale notwendig, die beispielsweise in einem Fensterbereich angeordnet werden können. Hierbei ist es möglich, in einem Fensterbereich beispielsweise das Abbild des Karteninhabers zusätzlich zu einem bereits auf dem Wertdokument vorhandenen Abbild hinzuzufügen. Auch ist es möglich, eine Sicherheitsfunktion innerhalb eines solchen Fensterbereichs zu hinterlegen und hierdurch das Wertdokument derart zu personalisieren, dass ein individuelles Sicherheitsmerkmal entsteht.
-
Dazu eignen sich gerade Fensterbereiche zur Einbringung eines Sicherheitsmerkmals, da ein solcher Fensterbereich stets nur aufwendig hergestellt werden kann und somit zumindest der Aufwand erhöht wird, den ein Fälscher erbringen muss. Insbesondere sind solche Fensterbereiche dahingehend vorteilhaft, dass sie mit weiteren Sicherheitsmerkmalen auf Wertdokumenten kombinierbar sind.
-
Hierbei wird im Stand der Technik vorgeschlagen, mehrere Schichten vorzusehen und diese Schichten flächig anzuordnen, damit diese zusammenlaminiert werden können. Entsprechende Sicherheitsmerkmale werden daher flächig eingebracht. Darüber hinaus ist es bekannt, einzelne Fensterbereiche auszusparen und hierbei eine Metallschicht innerhalb eines Fensterbereichs vorzusehen. Diese Metallschicht kann dann mittels Laserpersonalisierung oder anderer Demetallisierungsarten derart bearbeitet werden, dass dadurch Durchbrüche entstehen, die in einem Durchlicht durch das Wertdokument sichtbar werden. Somit schafft das Durchlicht einen optischen Effekt, der von einem Benutzer mit dem unbewaffneten Auge erkennbar ist.
-
Generell besteht ein Bedarf an einer Vielzahl von Sicherheitsmerkmalen, welche unterschiedlich ausgestaltet werden können. Hierdurch ist es möglich, den Aufwand für einen Fälscher derart zu erhöhen, dass nicht mittels der Nachahmung eines einzelnen Sicherheitsmerkmals mehrere Wertdokumente gefälscht werden können. Allein durch die Vielzahl der vorhandenen Sicherheitsmerkmale wird der Aufwand für einen unberechtigten Hersteller erhöht und dieser Hersteller kann somit von einer Fälschung abgehalten werden. Ferner besteht ein Bedarf an Sicherheitsmerkmalen, welche zwar generell vom unbewaffneten Auge erkannt werden können, wobei deren Herstellungsverfahren jedoch im Wesentlichen im Verborgenen bleibt. Dies wiederum ermöglicht es also, das Wertdokument zu verifizieren, ohne hierbei preiszugeben, wie ein solches Wertdokument nachzuarbeiten wäre.
-
Es ist somit eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes Schichtenmodell zur Verwendung in einem Wertdokument vorzuschlagen, welches gemäß einem alternativen Schichtenaufbau hergestellt wird und als Sicherheitsmerkmal fungieren kann. Ferner ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein entsprechendes Wertdokument bereitzustellen sowie eine Systemanordnung zur Bereitstellung des Wertdokuments bzw. der Schichtenanordnung. Ferner soll ein Verfahren vorgeschlagen werden, welches es ermöglicht, die Schichtenanordnung bzw. das Wertdokument herzustellen und ein Computerprogrammprodukt vorzuschlagen, welches gemäß dem vorgeschlagenen Verfahren ausgestaltet ist.
-
Die Aufgabe wird gelöst mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
-
Demgemäß wird eine Schichtenanordnung zur Verwendung in einem Wertdokument vorgeschlagen, aufweisend eine erste und eine zweite transparente Schutzschicht, wobei zwischen der ersten und der zweiten transparenten Schutzschicht mindestens eine opake Kernschicht angeordnet ist, wobei in die mindestens eine opake Kernschicht ein transparenter Einleger eingebracht ist, und ein Metallschichtelement derart bezüglich dem transparenten Einleger angeordnet ist, dass mindestens eine Oberfläche des Metallschichtelements von außerhalb der Schichtenanordnung sichtbar ist und das Metallschichtelement zur Personalisierung teilweise derart abgetragen ist, dass das Metallschichtelement zumindest geschwächt wird.
-
Die vorgeschlagene Schichtenanordnung kann insgesamt das Wertdokument bereitstellen oder lediglich einen Teil davon. So kann die Schichtenanordnung als eine Kreditkarte Verwendung finden, welche weitere Komponenten aufweist. So ist es vorteilhaft, die Schichtenanordnung in Form einer Smartcard bereitzustellen, welche weitere elektronische und elektrische Komponenten aufweist. So können beispielsweise zwischen den Schichten Komponenten wie ein Mikrocontroller, ein Speicher und/oder eine Antenne vorgesehen werden. Die Schutzschichten sind dann lediglich so auszugestalten, dass diese die Funktion der elektrischen bzw. elektronischen Komponenten nicht beeinträchtigen.
-
Hierbei ist es auch möglich, dass die Schichtenanordnung lediglich einen Teil eines Wertdokuments bereitstellt, beispielsweise eine Seite eines Passbuchs. Somit wird die Schichtenanordnung als eine Datenseite bereitgestellt, welche sich in ein bestehendes Wertdokument einbringen lässt.
-
Eine erste und eine zweite transparente Schutzschicht kann auch als eine erste und eine zweite Overlayschicht bezeichnet werden. Bei einer solchen Overlayschicht handelt es sich um eine transparente Schicht, welche an den Außenseiten der Schichtenanordnung angebracht ist. Hierbei soll ein physikalisches Einwirken auf die einzelnen Schichten vermieden werden und der Schichtenanordnung soll insgesamt mehr Stabilität bereitgestellt werden. Hierbei erkennt der Fachmann Materialien, die sich zur Bereitstellung einer transparenten Schutzschicht eignen, wie beispielsweise PVC. Hierbei sind bevorzugt biegsame Kunststoffe zu verwenden, welche im Wesentlichen transparent sind. Im Wesentlichen transparent stellt hierbei darauf ab, dass das Wertdokument eine optische Information bereitstellen kann, welche durch die transparente Schutzschicht bzw. die transparenten Schutzschichten hindurch erkennbar sein soll. Somit bezeichnet also im Wesentlichen „transparent“, dass auch eine semitransparente Schutzschicht vorzusehen ist, bzw. eine semitransparente Schutzschicht und eine transparente Schutzschicht.
-
Eine opake Kernschicht liegt ebenfalls typischerweise als eine Kunststoffschicht vor, welche jedoch im Gegensatz zu den Schutzschichten nicht durchsichtig ist, also opak ausgestaltet ist. Bei einer Kernschicht handelt es sich gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung um eine verstärkte Schicht, die im Wesentlichen die Biegsamkeit der Schichtenanordnung beeinflusst. Generell wird jedoch im Kontext der vorliegenden Erfindung davon ausgegangen, dass eine Schicht auch als eine Folie bereitgestellt werden kann. Eine Folie wird typischerweise für einen Laminiervorgang bereitgestellt und wird dann mit weiteren Folien heißverpresst. Somit entstehen entsprechend Schichten. Vorliegend ist also eine Folie analog einer Schicht zu verstehen.
-
In die mindestens eine opake Kernschicht ist ein transparenter Einleger eingebracht, was derart erfolgen kann, dass in die jeweilige opake Kernschicht eine Aussparung eingebracht ist, welche einen Fensterbereich darstellt. In diesen Fensterbereich wird ein Einleger bzw. ein Einlegeelement eingebracht. Der Einleger kann generell flächig ausgestaltet werden, wobei der Einleger nicht derart ausgestaltet wird, dass er sich über die komplette Schichtenanordnung erstreckt. Somit ist der Einleger in seiner Oberfläche kleiner als die Kernschicht bzw. die transparenten Schutzschichten. Der Einleger kann beispielsweise derart ausgestaltet werden, dass er in seiner Fläche einer Aussparung in der opaken Kernschicht entspricht.
-
Generell wird ein einziger Einleger vorgesehen, falls eine einzige opake Kernschicht vorgesehen wird. Hierbei ist es jedoch auch möglich, mehrere opake Kernschichten vorzusehen, welche dann jeweils einen Einleger aufweist. Somit entspricht die Anzahl der vorhandenen Einleger der Anzahl der opaken Kernschichten. Hierbei ist es jedoch auch möglich, dass mehrere opake Kernschichten vorgesehen sind, welche alle einen einzigen Einleger aufweisen, der durchgängig durch alle opaken Kernschichten eingebracht ist.
-
Der vorgeschlagene transparente Einleger kann durch einen transparenten Kunststoff bereitgestellt werden und kann während des Herstellungsprozesses der Schichtenanordnung als eine Folie bereitgestellt werden, welche in eine Aussparung der jeweiligen opaken Kernfolie eingebracht wird. Hierbei ist es möglich, dass der Einleger der Größe der Aussparung entspricht bzw. leicht darüber hinaussteht. Ein weiteres Verfahren, wie das vorgeschlagene Schichtenmodell bzw. die Schichtenanordnung, das bereitgestellt werden kann, ist ein sogenanntes Koextrudieren. Bevorzugt findet jedoch ein Heißverpressen, also ein Laminieren, Einsatz.
-
Da die beiden transparenten Schutzschichten vorzugsweise die jeweils äußeren Schichten der Schichtenanordnung darstellen, kann mindestens eine opake Kernschicht zwischen diesen beiden transparenten Schutzschichten, als sogenanntes Sandwich, eingebracht werden. Hierbei ist es auch möglich, mehrere opake Kernschichten zwischen den beiden transparenten Schutzschichten anzuordnen. Über mindestens einer der beiden transparenten Schutzschichten kann ebenfalls eine weitere Schutzschicht angeordnet werden, welche beispielsweise der Aufnahme eines Metallschichtelements dient. In bevorzugten Ausführungsbeispielen sind eine einzige opake Kernschicht vorgesehen oder aber auch zwei opake Kernschichten. Dementsprechend wird auch ein einziger Einleger vorgesehen oder aber auch zwei Einleger. Ein Einleger wird bei einem Vorhandensein von zwei opaken Kernschichten in eine erste Kernschicht eingebracht, und ein weiterer Einleger in die zweite Kernschicht.
-
Bei einem Metallschichtelement kann es sich ebenfalls um ein flächig ausgestaltetes Element handeln, welches in seinem Querschnitt in etwa der Breite in einem horizontalen Schichtenmodell entspricht wie die Breite des transparenten Einlegers. So ist in einer Seitenansicht das Metallschichtelement in etwa so breit wie der transparente Einleger, wobei jedoch das Metallschichtelement folienartig in Form einer Schicht ausgebildet ist und der Einleger beispielsweise die Schichtdicke der opaken Kernschicht aufweist. Auch kann sich der transparente Einleger über mehrere opake Kernschichten bzw. einer transparenten Kernfolie hinweg erstrecken. Vorzugsweise wird das Metallschichtelement als eine Metallschicht ausgestaltet, welche sich jedoch nicht über die gesamte Breite der Schichtenanordnung erstreckt. Somit handelt es sich also im vorliegenden Schichtenaufbau bei dem Metallschichtelement nicht um eine vollwertige einzelne Schicht, sondern vielmehr ist die Breite des Metallschichtelements bezüglich den weiteren Schichten geringer. Somit wird also keine vollflächige Schicht mittels des Metallschichtelements bereitgestellt.
-
Das Metallschichtelement wird derart bezüglich dem transparenten Einleger angeordnet, dass mindestens eine Oberfläche des Metallschichtelements von außerhalb der Schichtenanordnung sichtbar ist. Somit ist es also möglich, durch den transparenten Einleger hindurch das Metallschichtelement zu betrachten und hierbei eine Personalisierung auf dem Metallschichtelement wahrzunehmen. In einer horizontalen Ansicht, wie sie beispielsweise die Figuren zeigen, ist es somit möglich, das Metallschichtelement von unten und/oder von oben durch die transparenten Schutzschichten und durch den transparenten Einleger zumindest von einer Seite her zu erkennen.
-
Das Metallschichtelement dient generell der Individualisierung bzw. Personalisierung des Wertdokuments. Im Kontext der vorliegenden Erfindung ist eine Personalisierung gleich einer Individualisierung, die dazu geeignet ist, ein bestimmtes Merkmal in die Metallschicht bzw. das Metallschichtelement einzubringen. Hierbei muss das Merkmal nicht Wertdokument-individuell sein, sondern vielmehr kann beispielsweise ein Kunde für eine Reihe an Wertdokumenten ein Personalisierungsmerkmal wünschen. Somit handelt es sich also bei der Personalisierung um irgendeine Information, die in die Metallschicht eingebracht wird. Vorzugsweise kann es sich hierbei um ein Abbild eines Karteninhabers handeln oder aber auch um das Logo einer Bank. Dies ist jedoch nicht einschränkend zu verstehen, sondern liefert vielmehr Beispiele für eine mögliche Personalisierung, welche generell Buchstaben, Muster oder Bilder aufweisen kann.
-
Das Personalisieren an sich erfolgt mittels einem zumindest teilweisen Entfernen und/oder Oxidieren von Material aus der Metallschicht bzw. dem Metallschichtelement. Hierbei ist es möglich, dass keine Durchbrüche in die Metallschicht bzw. das Metallschichtelement eingearbeitet werden. Alternativ können Durchbrüche in die Metallschicht eingearbeitet werden. Somit entsteht ein Sicherheitselement, welches nicht mit geringem technischen Aufwand nacharbeitbar ist. Gemäß dem Stand der Technik weisen solche Schwächungen den Vorteil auf, dass diese bei der Parametrierung Geschick und Erfahrung erfordern, da die Schichtdicke des Metallschichtelements analysiert werden muss Somit entsteht ein besonders fälschungssicheres Sicherheitselement innerhalb der Schichtenanordnung.
-
Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung sind zwischen der ersten und der zweiten transparenten Schutzschicht zwei opake Kernschichten mit jeweils einem transparenten Einleger angeordnet. Dies hat den Vorteil, dass die Schichtenanordnung derart variiert werden kann, dass nicht nur eine einzige opake Kernfolie mitsamt Einleger bereitgestellt wird, sondern dass beispielsweise zwei Einleger im Register angeordnet werden können und somit wiederum ein besonders ansprechender optischer Effekt eintritt. So kann mittels der unterschiedlichen Einleger ein Tiefeneffekt hervorgebracht werden, der wiederum ein erstes Wertdokument von einem zweiten Wertdokument unterscheidbar macht. Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht auf zwei opake Kernschichten beschränkt, sondern vielmehr können auch weitere opake Kernschichten vorgesehen werden, die dann jeweils einen Einleger aufweisen.
-
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung bedeckt eine erste opake Kernschicht mitsamt einem ersten Einleger eine erste Seite einer transparenten Kernfolie, und eine zweite opake Kernschicht bedeckt mitsamt einem zweiten Einleger eine zweite Seite der transparenten Kernfolie. Dies hat den Vorteil, dass mittig in der Schichtenanordnung eine Kernfolie angeordnet werden kann, die von beiden Seiten mittels einer opaken Kernfolie und dem jeweiligen Einleger bedeckt wird. Die transparente Kernfolie dient quasi als Hauptfolie und verleiht dem Schichtenmodell eine Stabilität, die es ermöglicht, dass die Schichtenanordnung insgesamt biegsam aber dennoch steif ausgestaltet ist. Somit lässt sich mittels der Kernfolie die Biegesteifigkeit der Schichtenanordnung insgesamt variieren. Während die vorgeschlagene Schichtenanordnung insgesamt biegsam ist, kann die Steifigkeit derart variiert werden, dass die Schichtenanordnung für ein Passbuch als Wertdokument geeignet ist, oder aber auch steifer ausgestaltet wird und so eine Kreditkarte ausformt.
-
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist der transparente Einleger derart in jeweils eine opake Kernschicht eingebracht, dass diese den transparenten Einleger zumindest teilweise umschließt, derart, dass ein Fensterbereich in der Schichtenanordnung entsteht. Dies hat den Vorteil, dass der transparente Einleger beispielsweise formschlüssig in eine Aussparung innerhalb der jeweiligen opaken Kernschicht eingebracht werden kann. Generell ist der transparente Einleger in seiner Fläche kleiner als die opake Kernfolie und kann somit in diese eingebracht werden. Somit ist der Einleger in seiner räumlichen Ausdehnung kleiner als die Schichtenanordnung insgesamt bzw. das Wertdokument insgesamt. Der Fensterbereich ist deshalb besonders vorteilhaft, da durch den Fensterbereich das Metallschichtelement sichtbar bleibt und somit die Personalisierung bzw. die Individualisierung von außerhalb der Schichtenanordnung erkennbar bleibt.
-
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung sind der transparente Einleger und das Metallschichtelement im Register angeordnet. Dies hat den Vorteil, dass das Mittelschichtelement bezüglich dem transparenten Einleger bzw. dem jeweiligen transparenten Einleger einer jeden opaken Kernschicht derart angeordnet sind, dass der Einleger bzw. der eine Einleger ein Fenster ausformen, durch das die Metallschicht bzw. das Metallschichtelement sichtbar bleibt. Somit ist das Metallschichtelement im Inneren der Schichtenanordnung geschützt und dennoch von außerhalb der Schichtenanordnung einsehbar.
-
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist das Metallschichtelement flächig ausgestaltet, und eine Oberseite gleicht im Wesentlichen der Oberseite eines Einlegers. Dies hat den Vorteil, dass das Metallschichtelement die gleiche Fläche aufweist wie ein Einleger bzw. die gleiche Oberfläche aufweist wie ein Einleger. Mit der Oberfläche ist hierbei jedoch nur eine Seite des Metallschichtelements bzw. des Einlegers gemeint, also die Oberseite. Im „Wesentlichen“ bedeutet hierbei, dass die Oberseiten gleich groß sein können oder lediglich leicht abweichen. Ein leichtes Abweichen kann beispielsweise die Befestigung des Metallschichtelements an einer weiteren Schicht dienen. Hierbei ist es auch möglich, das Metallschichtelement in den Einleger derart einzubringen, dass das Metallschichtelement nicht über die Seiten des Einlegers hinaussteht.
-
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist das Metallschichtelement an einer Oberfläche eines Einlegers angeordnet. Dies hat den Vorteil, dass das Metallschichtelement auf einem Einleger aufgelegt werden kann und sodann in das Schichtenmodell einlaminiert werden kann. Somit wird eine Alternative zu herkömmlichen Anordnungen geschaffen, die vorsehen, dass die Metallschicht nicht außerhalb einer opaken Kernschicht angeordnet ist.
-
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist das Metallschichtelement zwischen einem Einleger und einer transparenten Schutzschicht angeordnet. Dies hat den Vorteil, dass das Metallschichtelement in direktem Kontakt sowohl mit dem Einleger als auch mit einer transparenten Schutzschicht steht und somit wiederum eine alternative Schichtenanordnung geschaffen wird. Hiermit lässt sich das Metallschichtelement einfach auf einen Einleger bzw. auf die transparente Schutzschicht auflegen und einlaminieren.
-
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist das Metallschichtelement in einem transparenten Einleger angeordnet. Dies hat den Vorteil, dass das Metallschichtelement mitsamt dem Einleger bereitgestellt werden kann, und mit dem Einbringen des Einlegers in die opake Kernschicht wird gleichzeitig das Metallschichtelement in die opake Kernschicht eingebracht. Somit ist es besonders effizient, das vorgeschlagene Verfahren auszuführen bzw. die vorgeschlagene Schichtenanordnung bereitzustellen.
-
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist das Metallschichtelement zwischen einer dritten transparenten Schutzschicht und einer weiteren Schutzschicht angeordnet. Dies hat den Vorteil, dass ein Schichtenaufbau bereitgestellt werden kann, indem beispielsweise ein weiteres Metallschichtelement in außenliegenden Schichten der Schichtenanordnung eingebracht werden kann.
-
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist das Metallschichtelement außerhalb der opaken Kernschicht angeordnet. Dies hat den Vorteil, dass das Metallschichtelement in den transparenten Einleger eingebracht werden kann, wobei jedoch das Metallschichtelement nicht aus dem Einleger herausragt und somit kontaktlos zu der opaken Kernschicht angeordnet wird. Somit berühren sich Kernschicht und Metallschichtelement nicht. Generell ist es zwar möglich, das Metallschichtelement in einem Einleger anzuordnen und den Einleger wiederum in der opaken Kernschicht anzuordnen, hierbei ist jedoch das Metallschichtelement derart außerhalb der opaken Kernschicht angeordnet, dass diese berührungsfrei sind und somit kein Kontakt zwischen dem Metallschichtelement und der opaken Kernschicht besteht. Dies schafft wiederum eine Alternative zu bekannten Schichtenanordnungen und ermöglicht es, das Metallschichtelement besonders stabil mittels des Einlegers in die opake Kernschicht einzubringen.
-
Die Aufgabe wird auch gelöst durch ein Wertdokument, aufweisend die vorgeschlagene Schichtenanordnung.
-
Die Aufgabe wird ferner gelöst durch eine Systemanordnung zum Bereitstellen einer Schichtenanordnung zur Verwendung in einem Wertdokument, aufweisend eine Vorrichtung zum Bereitstellen einer ersten und einer zweiten transparenten Schutzschicht, wobei die Vorrichtung ferner eingerichtet ist, zwischen der ersten und der zweiten transparenten Schutzschicht mindestens eine opake Kernschicht anzuordnen, wobei in die mindestens eine opake Kernschicht ein transparenter Einleger eingebracht wird und die Vorrichtung ferner eingerichtet ist, ein Metallschichtelement derart bezüglich dem transparenten Einleger anzuordnen, dass mindestens eine Oberfläche des Metallschichtelements von außerhalb der Schichtenanordnung sichtbar ist und das Metallschichtelement zur Personalisierung zumindest teilweise mittels einer weiteren Vorrichtung derart abtragbar ist, dass das Metallschichtelement zumindest geschwächt wird.
-
Gemäß einer Alternative weist das Metallschichtelement nach dem Schwächen keinen Durchbruch auf. Auf diese Weise wird die Sicherheit weiter erhöht, da eine Schwächung schwerer zu parametrisieren ist im Vergleich zu einem Durchbruch. Falls zu stark geschwächt wird, erhält man einen Durchbruch, und falls zu wenig geschwächt wird, ist die Schwächung nicht sichtbar.
-
Gemäß der Erfindung ist es besonders vorteilhaft, dass bekannte Systemanordnungen wiederverwendet werden können, welche lediglich erfindungsgemäß angesteuert werden. So dienen beispielsweise herkömmliche Laminiervorrichtungen bzw. Extruder entsprechende Möglichkeiten, welche jedoch gemäß dem Stand der Technik nicht derart eingerichtet sind, die Schichtenanordnung bereitzustellen, wie sie vorliegend vorgeschlagen wird. Ferner ist die Systemanordnung geeignet, das Wertdokument bereitzustellen. Bei den entsprechenden Vorrichtungen kann es sich um getrennte Vorrichtungen handeln, oder aber auch um eine einzige Vorrichtung, welche ein entsprechendes Schichtenmodell schaffen kann, erfindungsgemäß Verwendung finden.
-
Die Aufgabe wird auch gelöst durch ein Verfahren, welches der Systemanordnung analog ausgestaltet ist.
-
Die Aufgabe wird auch gelöst durch ein Computerprogrammprodukt mit Steuerbefehlen, welche das Verfahren ausführen, wenn sie auf einem Compputer zur Ausführung gebracht werden.
-
Erfindungsgemäß ist es besonders vorteilhaft, dass die Systemanordnung geeignet ist, die vorgeschlagene Schichtenanordnung bzw. das vorgeschlagene Wertdokument herzustellen. Ferner ist das Verfahren geeignet, die Systemanordnung zu betreiben und das Schichtenmodell bzw. das Wertdokument bereitzustellen. Somit umfasst die vorgeschlagene Schichtenanordnung strukturelle Merkmale, welche mittels weiterer struktureller Merkmale der Systemanordnung geschaffen werden können bzw. durch Verfahrensschritte des vorgeschlagenen Verfahrens. Somit kann das Verfahren auch die Systemanordnung betreiben bzw. die Systemanordnung das vorgeschlagene Verfahren ausführen.
-
Weitere vorteilhafte Aspekte werden anhand der beigefügten Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- 1: einen schematischen Schichtenaufbau mit einem transparenten Einleger mit Metallschichtelement gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung;
- 2: eine durchgängig transparente Folie im Kern der Schichtenanordnung mit Metallschichtelement und Einleger an den angrenzenden opaken Folien;
- 3: einen Schichtenaufbau mit Fenster und transparentem Einleger, wobei das Metallschichtelement auf einer transparenten Folie außerhalb der Kernschicht auf der Vorderseite oder Rückseite der Karte angeordnet ist;
- 4: einen schematischen Schichtenaufbau, wobei das Metallschichtelement auf einer transparenten Folie außerhalb der Kernschicht auf der Vorderseite oder Rückseite der Karte angeordnet ist;
- 5: einen schematischen Schichtenaufbau, wobei das Metallschichtelement auf einer transparenten Folie außerhalb der Kernschicht auf der Vorderseite oder Rückseite der Karte angebracht ist, gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung; und
- 6: ein schematisches Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Bereitstellen einer Schichtenanordnung gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung.
-
1 zeigt die erfindungsgemäße Schichtenanordnung, wobei in der Darstellung oben und unten transparente Schutzschichten angeordnet sind. Diese können beispielsweise als transparentes Overlay TO1 und TO2 bezeichnet werden. Dazwischen befinden sich zwei opake Kernfolien bzw. Kernschichten OK1 und OK2. Zwischen diesen opaken Kernfolien ist eine transparente Kernfolie TK angeordnet. Durchgängig durch die opaken Kernfolien OK1 und OK2 sowie durch die transparente Kernfolie TK ist ein Einleger E angeordnet, der transparent ist und die Metallschicht bzw. das Metallschichtelement ME aufweist. Wie vorliegend ersichtlich ist, bildet der Einleger E ein Sichtfenster, da sich darüber und darunter nur jeweils das transparente Overlay TO1 und TO2 befinden. Somit ist also vorliegend das Metallschichtelement ME von beiden Seiten des Wertdokuments sichtbar. Im vorliegenden Beispiel kann es sich beispielsweise um eine Karte handeln, also eine Kreditkarte, bzw. generell um ein Wertdokument. Erfindungsgemäß kann ein Wertdokument eine Kreditkarte bzw. eine Smartcard sein, aber auch eine Datenseite eines Passbuches.
-
2 zeigt ein analoges Schichtenmodell zu 1, wobei jedoch die transparente Kernfolie mit der Metalschicht versehen ist und die transparente Kernfolie TK durchgängig ausgestaltet ist. Wie ebenfalls ersichtlich ist, sind zwei Einleger E1, E2 vorgesehen, die sich oberhalb und unterhalb der transparenten Kernfolie TK befinden. Somit sind die Einleger in jeweils eine opake Kernfolie eingebracht. Vorliegend ist der erste Einleger E1 in die erste opake Kernfolie OK1 eingebracht, und der zweite Einleger E2 in die zweite opake Kernfolie OK2.
-
3 zeigt einen Schichtenaufbau bzw. eine Schichtenanordnung, wobei das Metallschichtelement außerhalb der opaken Kernfolie OK1, OK2 angeordnet ist und dennoch bezüglich dem transparenten Einleger bzw. den transparenten Einlegern E1, E2 derart angeordnet ist, dass das Metallschichtelement ME von außerhalb der Schichtenanordnung sichtbar ist. Wie in der vorliegenden 3 ersichtlich ist, ist ein durchgängiger Fensterbereich mittig angeordnet, der sich durch das transparente Overlay TO1, den Einleger E1, die transparente Kernfolie TK, den weiteren Einleger E2 und die weitere transparente Overlayschicht TO2 erstreckt. Somit ist vorliegend das Metallschichtelement ME von beiden Seiten der Kreditkarte bzw. des Wertdokuments ersichtlich.
-
4 zeigt einen Schichtenaufbau mit nur einer opaken Kernfolie OK und einem einzigen Einleger E. Hierbei ist das Metallschichtelement zwischen transparenter Overlayfolie TO1 und dem Einleger E angeordnet.
-
5 zeigt eine Schichtenanordnung, wobei in die opake Kernschicht ein transparenter Einleger E eingebracht ist und das Metallschichtelement ME bezüglich dem transparenten Einleger E angeordnet ist, dass das Metallschichtelement von beiden Seiten der Schichtenanordnung sichtbar ist.
-
6 zeigt ein schematisches Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Bereitstellen einer Schichtenanordnung zur Verwendung in einem Wertdokument gemäß der vorliegenden Erfindung, aufweisend ein Bereitstellen 100 einer ersten und einer zweiten transparenten Schutzschicht TO1, TO2, wobei zwischen der ersten und der zweiten transparenten Schutzschicht TO1, TO2 mindestens eine opake Kernschicht OK, OK1, OK2 angeordnet 101 wird, wobei in die mindestens eine opake Kernschicht OK, OK1, OK2 ein transparenter Einleger E, E1, E2 eingebracht 102 wird, und ein Metallschichtelement ME derart bezüglich dem transparenten Einleger E, E1, E2 angeordnet 103 wird, dass mindestens eine Oberfläche des Metallschichtelements ME von außerhalb der Schichtenanordnung sichtbar ist und das Metallschichtelement ME zur Personalisierung zumindets teilweise derart abgetragen 104 wird, dass das Metallschichtelement ME zumindest geschwächt wird.
-
Der Fachmann erkennt hierbei, dass die einzelnen Verfahrensschritte Unterschritte aufweisen können und ferner iterativ und/oder in anderer Reihenfolge ausgeführt werden können.