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Die Erfindung bezieht sich auf eine Dichtungsanordnung zum Abdichten einer Verglasung in einem Flügel eines Fensters oder einer Türe mittels eines elastischen Strangdichtungsprofiles, das einen Kopfbereich mit einer gegen die Verglasung anlegbaren und einer gegen die Oberseite des Flügelfalzes anlegbaren Dichtlippe sowie einen Fussbereich aufweist, mit dem es in einer im Flügel ausgebildeten Haltenut zwischen der Verglasung und dem Flügel sitzt, wobei in der Haltenut der Fussbereich mittels mindestens einer gegen die Verglasung hin vorspringenden Dichtlippe und mindestens einem gegen den Flügel anliegenden Dichtvorsprung verklemmt und zusätzlich am Fussbereich auf zumindest einem Teilbereich desselben mit der zugewandten Anlagefläche der Haltenut verklebt ist.
Die Erfindung bezieht sich ferner auf ein elastisches Strangdichtungsprofil zum Abdichten einer Verglasung im Flügelrahmen eines Fensters oder einer Türe, das insbesondere zur Verwendung bei einer Dichtanordnung der eingangs genannten Art verwendbar ist.
Durch die EP 404 199 A1 wurde eine Dichtungsanordnung bekannt, bei der die Haltenut einen senkrecht zur Verglasung hin verlaufenden Nutboden aufweist. Das dem Nutboden zugewandte Ende des Fussbereiches der Strangdichtung ist bei der Dichtung gemäss der vorerwähnten Druckschrift senkrecht zur Scheibenebene angeordnet. Das Dichtungsprofil ist auf seiner senkrecht zum Nutboden verlaufenden Fläche mit einer Klebeschicht versehen. Die dem Nutboden zugewandte Endfläche des Dichtungsprofils ist klebstofffrei.
Eine in der EP 601 421 A1 geoffenbarte Dichtungsanordnung zeigt eine Haltenut, deren Boden ebenfalls senkrecht zur Verglasung hin verläuft.
Das dem Nutboden zugewandte Ende des Fussbereiches des Strangdichtungsprofils der bekannten Dichtungsanordnung ist mit einer zentralen, im wesentlichen V-förmigen Einkerbung versehen und weist weder eine zu der Form des Nutbodens gleich ausgerichtete, noch eine schräge Endfläche auf. Selbstklebeschichten sind beim Bekannten an der parallel zur Scheibe verlaufenden, der Scheibe zugewandten und an der ebenfalls parallel zur Scheibe verlaufenden, der Scheibe abgewandten Fläche des Dichtprofils angeordnet.
Ein bekanntes Verfahren zum Anbringen und Abdichten einer Verglasung in einen Fensteroder Türflügel, insbesondere bei Holzfenstern oder Holztüren, besteht darin, dass die Verglasung in den fertigen Flügel eingebracht und dort verklotzt wird und anschliessend beidseits der Verglasung Versiegelungsmasse eingespritzt und damit versiegelt wird. Das Einbringen der Versiegelungsmasse erfordert aber ein grosses Geschick, insbesondere auch im Hinblick darauf, dass auf der Oberseite der eingebrachten Versiegelungsmasse umlaufend eine optisch ansprechende und gleichförmig ausgebildete Abschlussfläche an der Versiegelungsfüllung erreicht wird.
Es ist daneben auch bekannt, anstelle des Einbringens von Versiegelungsmasse beidseits der Verglasung umlaufend elastische Strangdichtungen anzubringen, die in eine Haltenut zwischen dem Flügelfalz und der zugewandten Verglasungsseite eingedrückt und dort verankert werden und die dabei durch elastische Deformation gegenüber der Verglasung wie auch gegenüber der Seitenfläche der Haltenut und der Oberseite des Flügelfalzes die gewünschte Abdichtwirkung bewirken.
Dabei ist allerdings das Einbringen dieser Dichtungen vielfach nicht einfach, wenn ein tadelloser Sitz der Dichtung als nötige Voraussetzung für die gewünschte Abdichtwirkung hergestellt werden soll.
So wurden hiefür neben komplizierten Formgebungen für die verwendeten Strangdichtungsprofile auch schon Dichtungsprofile eingesetzt, bei denen an bestimmten Stellen des Fussbereiches eine Verklebung zwischen diesem und der Haltenut vorgesehen wurde. Aus der DE 37 06 503 A1 ist eine solche Dichtungsanordnung bekannt, bei der beim Dichtungsprofil sowohl auf dessen der Verglasung zugewandten Seite, wie auch auf der gegenüberliegenden Seite zwischen vorspringenden Dichtlippen dauerplastische Kittmasse eingefüllt ist, bei der beim Einschieben des Fussbereiches des Dichtungsprofiles in die Haltenut durch die elastische Verbiegung der Dichtlippen beidseits die dort vorhandenen plastischen Kittfüllungen unter Druck gegen die Verglasung bzw. die Seitenwand der Haltenut angedrückt werden, wodurch ein Klebeeffekt erreicht und die Dichtwirkung noch weiter verbessert wird.
Allerdings ist die Herstellung solcher Dichtungsprofile sehr aufwendig und damit teuer, wobei wegen der vorbefüllten Klebstoffkammern die Profile auch nicht auf Spulen aufgewickelt werden können, da sonst Probleme mit den vorgefüllten Klebstoffkammern auftreten. Dies hat zur Folge, dass solche Strangdichtungen nicht in sehr grossen Längen verpackt werden können, was einen deutlichen Nachteil darstellt, da grundsätzlich grosse Lieferlängen
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gewünscht werden, um den Verschnitt beim praktischen Einsatz gering halten zu können. Daneben erfordert auch die Montage dieser Dichtung erhebliches Geschick und ist nicht ganz einfach.
Hier soll die Erfindung nun Abhilfe schaffen und eine Dichtungsanordnung der eingangs genannten Art so weiterbilden, dass sie eine besonders einfache Montage bei hervorragendem Sitz der Dichtung in der Haltenut gestattet und das eingesetzte Strangdichtungsprofil ohne weiteres auch in grossen Längen aufwickelbar ist. Ferner soll eine für eine solche Dichtungsanordnung besonders geeignete Strangprofildichtung gefunden werden.
Erfindungsgemäss wird dies bei einer Dichtungsanordnung der einleitend genannten Art dadurch erreicht, dass die Haltenut einen mit zunehmender Nuttiefe zur Verglasung hin geneigt verlaufenden Nutboden aufweist und das diesem Nutboden zugewandte Ende des Fussbereiches des Strangdichtungsprofils mit einer hierzu komplementär geneigten Endfläche versehen ist, die mit dem Nutboden verklebt ist.
Die erfindungsgemässe Dichtanordnung ist so ausgestaltet, dass die Montage des dort eingesetzten Strangdichtungsprofils vorgenommen werden kann, ohne dass dabei der gewohnte Arbeitsablauf bei der Scheibenmontage geändert werden müsste, d. h. die Scheibe kann weiterhin in den fertigen Flügel eingebracht und dort verklotzt werden, wonach beidseits der Verglasung (Scheibe) die Dichtungsstränge ohne grosse Schwierigkeiten eingedrückt werden können. Denn da die Verklebung am Nutboden und nicht, wie bei der gattungsgemässen Dichtanordnung, an den Seiten des Fussbereiches der Dichtung stattfindet, kann die Dichtung zunächst auch völlig unbehindert in die Haltenut hineingeschoben werden, bis sie mit dem unteren Ende ihres Fussbereiches in Kontakt mit dem komplementär geformten Nutenboden gelangt.
Erst zu diesem Zeitpunkt kommt es zu der Verklebung, dann ist aber die Einschiebebewegung des Dichtungsprofils in die Haltenut beendet.
Bei der erfindungsgemässen Dichtanordnung wird ein ausgezeichneter und fester Sitz in der Haltenut durch die Verklebung am Nutboden erreicht, der zu einer hervorragenden Dicht- und Haltefunktion führt.
Durch die bei der erfindungsgemässen Dichtungsanordnung eingesetzte Schräge des Nutbodens nach unten hin ergibt sich nicht nur eine deutliche Vergrösserung der Klebefläche gegenüber dem Fall eines senkrecht zur Verglasung gerichteten Nutbodens, wodurch sich eine besonders starke Haltekraft aufbauen lässt. Gleichzeitig wird durch eine solche Schräge die auf der der Verglasung gegenüberliegenden Seite der Strangdichtung vorhandene Holzwange des Tür- bzw.
Fensterfalzes mit zunehmender Tiefe der Haltenut dicker bzw. der Querschnitt der Haltenut und damit auch die Schwächung der Holzwange geringer. Das Holz verzieht sich deshalb, wenn aus welchen Gründen auch immer Feuchtigkeit eindringen sollte, auch nur weniger stark als bei der Ausbildung eines Nutbodens, der senkrecht oder im wesentlichen senkrecht zur Verglasung gerichtet ist oder stufenförmig dorthin verläuft.
Bevorzugt wird der geneigte Nutboden der Haltenut so ausgeführt, dass er im Querschnitt geradlinig verläuft oder zur Verglasung hin mit einer gewissen Wölbung versehen ist. Solche Formen von Nutböden sind ohne besondere Schwierigkeiten und preisgünstig herstellbar.
Die Erfindung bezieht sich ferner auf ein elastisches Strangdichtungsprofil zum Abdichten einer Verglasung im Flügelrahmen eines Fensters oder einer Türe, wie es insbesondere (wenn auch nicht ausschliesslich) zur Verwendung bei einer solchen Dichtanordnung eingesetzt werden kann.
Dieses erfindungsgemässe Strangdichtungsprofil ist mit einem Kopfbereich, der auf seiner einen Seite mit einer schräg vorspringenden Dichtlippe zur elastischen Anlage gegen die Verglasung und auf seiner anderen Seite mit einer Dichtlippe zur elastischen Anlage oben gegen den Flügelfalz des Flügelrahmens versehen ist, wobei der Fussbereich auf seiner der Verglasung zugeordneten Seite mit mindestens einer weiteren vorspringenden Dichtlippe und auf seiner gegenüberliegenden Seite mit mindestens einem gegen die Seitenwand der Haltenut anlegbaren Dichtvorsprung versehen ist.
Erfindungsgemäss ist dieses Dichtungsprofil dadurch gekennzeichnet, dass der Fussbereich an seinem freien Ende in eine geneigte Endfläche ausläuft, deren vom Kopfbereich am weitesten entfernte Stelle auf der der Verglasung zugeordneten Seite des Fussbereiches liegt, wobei die geneigte Endfläche mit einer Selbstklebeschicht versehen ist. Bevorzugt wird im nichteingebauten Zustand des Strangdichtungsprofiles die Selbstklebeschicht von einer abziehbaren Schutzfolie abgedeckt. Das erfindungsgemässe Strangdichtungsprofil kann ohne irgendwelche Schwierigkeiten auch in grossen Längen aufgewickelt und transportiert werden.
Ganz besonders bevorzugt wird die geneigte Endfläche des Strangdichtungsprofiles von einem
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Endabschnitt des Fussbereiches gebildet, der aus einem gegenüber dem Rest des Strangdichtungsprofiles härteren Material besteht, wobei das Material des Endabschnittes bevorzugt eine Shore-A-Härte von mehr als 65 , vorzugsweise mehr als 75 , ganz besonders bevorzugt aber von 90 , aufweist, während das Material des restlichen Strangdichtungsprofiles eine Shore-A-Härte von unter 65 , vorzugsweise von 55 oder geringer, hat.
Eine solche Ausgestaltung der eingesetzten Strangdichtung mit einem Fussbereich, dessen unterer Endabschnitt aus einem härteren elastischen Material besteht, hat den grossen Vorteil, dass bei der Montage, also beim Einführen des Profiles in die Haltenut, in Stranglängsrichtung so gut wie keine Überdehnung auftritt, was zu einem dauerhaft festen Sitz und entsprechend auch zu einer dauerhaft guten Dichtwirkung erheblich beiträgt.
Dabei erstreckt sich besonders bevorzugt der härtere Endabschnitt des Fussbereiches über die gesamte Breite des Fussabschnitts, wobei er, weiter bevorzugt, über die Breite des Fussbereiches hinweg eine im wesentlichen gleich grosse Dicke aufweist.
Ganz besonders von Vorteil ist es, wenn der Endabschnitt an seinem der Verglasung zugewandten Ende mit einem seitlich vorstehenden Überstand versehen ist, der vorteilhafterweise in Form einer Verdickung ausgebildet ist. Diese weist bevorzugt einen runden, besonders bevorzugt einen kreisförmigen oder ovalen, Querschnitt auf, kann jedoch auch in jeder anderen geeigneten Form ausgebildet sein, z. B. auch haken- oder schlauchförmig. Diese in Richtung zur Verglasung hin vorstehende Verdickung ist so ausgeführt, dass sie sich im eingebauten Zustand des Dichtungsprofils unter Druck gegen die Oberfläche der Verglasung anlegt und dadurch eine gute Druckabstützung für den darunter befindlichen Endbereich der Verklebungsstelle mit dem Nutboden bildet.
Eine andere sehr vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht auch darin, dass der härtere Endabschnitt an seinem dem Flügelrahmen zugewandten Ende eine überstehende Verlängerung aufweist, die bevorzugt um soviel übersteht, als etwa ihrer Dicke entspricht, wobei ganz besonders bevorzugt die Dicke dieses härteren Endabschnittes des Fussbereiches des Strangdichtungsprofils 1,5 bis 3 mm, bevorzugt 1,8 bis 2,7 mm, ganz besonders bevorzugt jedoch 2,0 bis 2,5 mm, beträgt.
Da dieser vorstehende Endabschnitt beim Einführen der Strangdichtung in die Haltenut sich gegen die Seitenfläche der Haltenut abstützt und dabei etwas (elastisch) verbiegt, wird im eingesetzten Zustand eine gute Verkeilwirkung innerhalb der Haltenut erreicht, die insbesondere in Verbindung mit der auf der gegenüberliegenden Seite des härteren Endbereiches angebrachten Verdickung zu einem vorzüglichen und festen Sitz des Endbereiches der Strangdichtung innerhalb der Haltenut führt und dadurch auch ein gutes und gleichmässiges Andrücken im Bereich der Klebestelle gegen den Nutboden gewährleistet.
In vorteilhafter Ausgestaltung der erfindungsgemässen Dichtanordnung erfolgt die Verklebung des Fussabschnitts der Dichtung am Nutboden mittels einer Klebeschicht aus einem zweiseitig klebenden Klebeband, das bereits im nicht-eingebauten Zustand am unteren Ende des Fussbereiches des Dichtungsprofils angeklebt ist. Ganz besonders bevorzugt wird dabei das Klebeband aus einem in Richtung seiner Dicke elastisch nachgiebigen Trägerband gebildet, das beidseits mit selbstklebendem Klebstoff beschichtet ist. Dieses Trägerband kann auf jede geeignete Art und Weise ausgebildet sein, besonders bevorzugt besteht es jedoch aus einem geschäumten Kunststoff.
Durch die Nachgiebigkeit eines solchen Trägerbandes in Richtung dessen Dicke wird eine hervorragende Möglichkeit gegeben, Ungleichheiten am Nutboden beim Gegendrücken des unteren Endes des Dichtungs-Fussbereiches auszugleichen und über die ganze Anlagefläche hinweg die gewünschte gute Verklebung sicherzustellen.
Für das elastische Strangdichtungsprofil gemäss der Erfindung gelten im wesentlichen auch weiter oben in Verbindung mit der Schilderung der erfindungsgemässen Dichtanordnung bereits genannte Vorteile. Zudem weist das erfindungsgemässe Strangdichtungsprofil einen vergleichsweise einfachen Aufbau auf, der ohne grossen Aufwand herstellbar ist, und es lässt sich sehr leicht und ohne besondere Geschicklichkeit montieren.
Die Erfindung wird nachfolgend im Prinzip anhand der Zeichnung einzeln noch näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch ein erfindungsgemässes Strangdichtungsprofil;
Fig. 2 einen Querschnitt durch eine erfindungsgemässe Dichtanordnung bei einem Holzfenster, und
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die Fig. 3 und 4 zwei Prinzipdarstellungen zur Illustration zweier Ausführungsbeispiele für die Ausbildung des geneigten Nutbodens bei einer erfindungsgemässen Dichtanordnung.
Fig. 1 zeigt den stark vergrösserten Querschnitt eines elastischen Strangdichtungsprofils 1, das einen Kopfbereich 2 aufweist, der auf seiner einen, im Einbauzustand einer Verglasung zugewandten Seite mit einer schräg vorspringenden elastischen Dichtlippe 3 und auf seiner gegenüberliegenden Seite mit einer ebenfalls vorspringenden Abdecklippe 4 versehen ist, die im eingebauten Zustand gegen die Oberseite des Flügelfalzes, in dem die Haltenut zur Aufnahme des Strangdichtunsgprofils ausgebildet ist, zur dichtenden Anlage kommt.
An den Kopfbereich 2 des Strangdichtungsprofiles 1 schliesst sich, nahezu rechtwinkelig zu diesem ausgerichtet, ein Fussbereich 6 an. Den Ubergang von der Abdecklippe 4 des Kopfbereiches 2 zu diesem Fussbereich 6 bildet auf der Unterseite der Abdecklippe 4 eine in Querschnitt kreisabschnittförmige Auskehlung 5, die an der Stelle, an der sie angebracht ist, auch eine gewisse Verkleinerung der Querschnittsdicke der Abdecklippe 4 bewirkt, wodurch sich die Abdecklippe 4 beim Einbau leicht um die so gebildete Gelenkstelle in Richtung vom Fussbereich 6 weg verschwenken lässt und dadurch den Aufbau einer elastischen Andrückkraft gegen die entsprechende Gegenfläche des Flügelfalzes ermöglicht.
Am Fussbereich 6 sind auf derselben Seite, auf der im Kopfbereich 2 die Dichtungslippe 3 vorspringt, noch zwei weitere, schräg vorstehende Dichtungslippen 7 angebracht, die etwas dünner und kleiner als die Dichtungslippe 3 ausgebildet sind. Auf der gegenüberliegenden Seite finden sich mehrere kleine Dichtungsvorsprünge 8, die hintereinander angeordnet sind und an deren (in Richtung auf das freie Ende des Fussbereiches 6 gesehen) letztem sich eine kleine Anlagefläche anschliesst, die dann in eine Auskehlung 9 übergeht, welche in Richtung zur anderen Seite des Fussbereiches 6 hin eingewölbt ist, wie dies Fig. 1 zeigt, worauf verwiesen wird.
An seinem unteren Endbereich 10 ist der Fussbereich 6 mit einem Endabschnitt 12 versehen, der aus einem härteren elastischen Material besteht als die sonstigen Teile des Strangdichtungsprofiles 1, was in den Figuren durch eine demgegenüber unterschiedliche Schraffierung angedeutet ist.
Der Fussbereich 6 ist an seinem dem Kopfbereich 2 gegenüberliegenden freien Ende mit einer schräg verlaufenden Endfläche 11versehen, die von der dort liegenden Endfläche des härteren Endabschnitts 12 gebildet wird und an der ein beidseitig mit einem selbstklebenden Werkstoff versehenes Trägerband 15 angebracht ist, dessen eine, dem härteren Endbereich 12 gegenüberliegende Klebeseite mit einer Schutzfolie 16 abgedeckt ist.
Der härtere Endbereich 12 ist auf seiner der Verglasung 22 zugewandten Seite mit einem Überstand in Form einer vorstehenden Verdickung 13 versehen, die einen kreisförmigen Querschnitt aufweist. An seiner gegenüberliegenden Seite hat er ebenfalls eine seitliche vorspringende Verlängerung 14, deren Überstand X etwa so gross ist wie ihre über die Breite des Fussbereiches 6 hinweg im wesentlichen konstante Dicke D.
Der beidseitig selbstklebende Trägerstreifen 15, der an dem Strangdichtungsprofil 1 mit seiner (in Fig. 1: oberen) Seite angeklebt ist, besteht vorzugsweise aus geschäumtem Kunststoff und ist so ausgebildet, dass er in Richtung seiner Breite D, also senkrecht zur Schrägfläche 11des Fussbereiches 6, elastisch-nachgiebig ausgebildet ist. Die Dicke des hier eingesetzten Trägerstreifens liegt bei etwa 2,0 bis 2,5 mm, kann jedoch auch etwas grösser oder etwas kleiner sein. Mit diesem elastisch nachgiebigen Trägerstreifen 15 lassen sich Unebenheiten ausgleichen, die am Nutboden der Haltenut 30, z. B. in einem Holz-Fensterrahmen, vorhanden sein können.
Das dargestellte Strangdichtungsprofil 1 besteht aus irgendeinem geeigneten elastischen Werkstoff, wobei hier insbesondere elastische Thermoplaste oder EPDM Verwendung finden können. Der härtere Endbereich 12 wird dabei so gewählt, dass seine Shore-A-Härte mehr als 65 bis zu etwa 90 aufweist. Demgegenüber weist das Material des restlichen Strangdichtungsprofiles eine Shore-A-Härte von unter 65 auf, wobei vorzugsweise ein Wert von 55 oder geringer eingesetzt wird.
In Fig. 2 ist ein (vergrösserter) Prinzipquerschnitt durch eine Dichtanordnung mit einem solchen Strangdichtungsprofil 1 gezeigt:
Wie aus Fig. 2 entnehmbar, liegt das Strangdichtungsprofil 1 auf seiner einen Seite an der Verglasung 22 mit der Dichtlippe 3 an, wobei diese im eingebauten Zustand unter Druck etwas (in der Figurendarstellung: nach oben) elastisch abgebogen ist.
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Der Kopfbereich 2 liegt mit seiner auf der gegenüberliegenden Seite angebrachten Abdecklippe 4 gegen die Oberseite 19 eines Dichtungsfalzes 18 eines Holz-Fensters oder einer Holz-Türe an, wobei auch hier die Abdecklippe 4 etwas elastisch verbogen ist und durch die elastischen Rückstellkräfte auf der Oberseite 19 des Flügelfalzes 18 unter Druck zur Anlage kommt.
Der Fussbereich 6 des Strangdichtungsprofiles 1, der in eine zwischen dem Flügelfalz 18 und der Verglasung 22 ausgebildete Haltenut 30 eingeschoben ist, stützt sich an der Seitenwand 20 der Haltenut 30 über die Dichtungsvorsprünge 8 und die diesen nachgeschaltete Anlagefläche ab, während auf der gegenüberliegenden Seite die Dichtlippen 7 gegen die Verglasung 22 unter elastischer Abbiegung anliegen.
Der untere Endbereich 10 des Strangdichtungsprofils 1 ist soweit in die Haltenut 30 eingeschoben, dass das an seiner freien Unterseite am dort vorliegenden Endbereich 12 grösserer Härte angebrachte, selbstklebende Trägerband 15 sich gegen die schräg zur Verglasung 22 hin zulaufende Oberfläche des Nutbodens 21 anlegt und mit dieser verklebt wird.
Wie Fig. 2 ebenfalls sehr schön zeigt, verkeilen sich die beidseitigen Überstände 13 und 14 des härteren Endbereiches 12 des Fussbereiches 6 im Aufnahmespalt der Haltenut 30 gegenüber dessen seitlichen Begrenzungsflächen, nämlich der Oberfläche der Verglasung 22 bzw. der parallel zu dieser verlaufenden Seitenwand 20 des Flügelfalzes 18. Dadurch wird auch ein guter Andruck in der Verklebungsfläche gewährleistet.
In den Fig. 3 und 4 sind schliesslich noch unterschiedliche Ausbildungen für den Nutboden 21 der Haltenut gezeigt.
Bei der Darstellung der Fig. 3 läuft der Nutboden 21 geradlinig und mit zunehmender Nuttiefe unter einem spitzen Winkel zur Oberfläche der Verglasung 22 hin, während die Neigung des Nutbodens 21' bei der Ausführungsform der Fig. 4 eine zur Verglasung 22 hin konvexe Wölbung aufweist.
PATENTANSPRÜCHE:
1. Dichtungsanordnung zum Abdichten einer Verglasung (22) in einem Flügel eines Fensters oder einer Türe mittels eines elastischen Strangdichtungsprofiles (1), das einen Kopfbe- reich (2) mit einer gegen die Verglasung (22) anlegbaren Dichtlippe (3) und einer gegen die Oberseite des Flügelfalzes (18) anlegbaren Dichtlippe (4) sowie einen Fussbereich (6) aufweist, mit dem es in einer im Flügel ausgebildeten Haltenut (30) zwischen der Vergla- sung (22) und dem Flügel sitzt, in welcher der Fussbereich (6) mittels mindestens einer ge- gen die Verglasung (22) hin vorspringenden Dichtlippe (7) und mindestens einem gegen den Flügelfalz (18) anliegenden Dichtvorsprung (8) verklemmt und zusätzlich am Fussbe- reich (6) auf zumindest einem Teilbereich desselben mit der zugewandten Anlagefläche der Haltenut (30) verklebt ist, dadurch gekennzeichnet,
dass die Haltenut (30) einen mit zunehmender Nuttiefe zur Verglasung (22) hin geneigt verlaufenden Nutboden (21;21') aufweist und das diesem Nutboden (21;21') zugewandte Ende (10) des Fussbereiches (6) des Strangdichtungsprofiles (1) mit einer hierzu komplementär geneigten Endfläche (11) versehen ist, die am Nutboden (21;21') festgeklebt ist.