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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Eingeben einer Information zur Berechtigungsprüfung auf eine ein Speichermedium aufweisende Berechtigungskarte nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
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Die Erfindung betrifft ferner eine Auswerteeinrichtung zum Auswerten von Berechtigungskarten nach dem Oberbegriff des Anspruches 4.
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Eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art ist in der älteren Patentanmeldung 30 05 432 beschrieben. Die Einstellung erfolgt mittels eines Rädchens oder eines Schiebers, das unabhängig von der Berechtigungskarte an der Vorrichtung befestigt ist und deren je nach Einstellung unterschiedliche Oberfläche abgetastet wird. Damit ist es erforderlich, die Berechtigungskarte zusammen mit der Vorrichtung mit den eingestellten Einstellelementen zur Berechtigungsprüfung abzutasten. Dabei kann die "richtige" Einstellung von unberechtigten Personen durch Beobachtung festgestellt werden. Die Rädchen bzw. Schieber weisen ferner eine Einrichtung auf, mit der durch Ineingriffbringen mit einem Gegenstück in der zugehörigen Datenverarbeitungseinrichtung eine Rückstellung der Rädchen in die Nullage erfolgt, wenn die Karte die zugehörige Bearbeitungseinrichtung verläßt. Diese Rückstelleinrichtung stellt einen zusätzlichen Aufwand dar.
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Aus der DE-OS 28 48 896 ist eine Berechtigungskarte bekannt, auf der vormarkierte Bereiche zum Einschreiben von Daten vorgesehen sind. Diese Bereiche werden vor der Verarbeitung der Karte mittels eines Schreibstiftes markiert. Damit ist es für unbefugte Personen leicht möglich, die richtige Markierung der vormarkierten Bereiche zu reproduzieren.
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Aus der DE-OS 28 47 756 ist schließlich ein Verfahren zur geheimen Kennzeichnung und Auswertung von Berechtigungskarten bekannt, bei dem bei der Kennzeichnung mindestens ein meßbarer Parameter der Karte in individuelle Daten umgesetzt wird, der zusätzlich auf der Karte aufgezeichnet wird und daß derselbe Parameter bei der Auswertung gemessen und die danach ermittelten Daten mit den aufgezeichneten Daten verglichen werden. Durch dieses Verfahren werden daher Berechtigungskarten gekennzeichnet und ausgewertet, die zwar gegen Duplizierung geschützt sind, die aber unabhängig von der Person des Benutzers sind, so daß solche Karten nicht gegen Diebstahl gesichert werden können.
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Aufgabe der Erfindung ist es, die in der älteren Anmeldung P 30 05 432 beschriebene Vorrichtung so auszubilden, daß die Berechtigungskarte in Kartenauswertegeräten mit üblichem Karteneinzug verwendbar ist.
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Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art gelöst, die erfindungsgemäß gekennzeichnet ist durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 und das Merkmal des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 4. Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
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Im weiteren wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Figuren beschrieben. Von den Figuren zeigt
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Fig. 1 eine Berechtigungskarte mit einer Vorrichtung zum Markieren der Berechtigungskarte mit Daten;
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Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1; und
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Fig. 3 eine schematische Teildarstellung der Auswerteeinrichtung.
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Wie aus den Figuren ersichtlich ist, umfaßt die Berechtigungskarte 1 den eigentlichen Kartenkörper 2 und eine Vorrichtung 3. Der Kartenkörper 2 entspricht von seinem Grundaufbau her einer üblichen Identitäts- bzw. Wertkarte, wie sie für Scheckkarten, Bankkarten oder Zutrittsberechtigungskarten und ähnliches Verwendung findet. Er umfaßt einen Magnetstreifen 4 zum Einschreiben des Berechtigungsumfanges, eine Auswertespur 5 zum Prüfen, ob die Karte zu den zugelassenen Karten gehört, und eine Entwertespur 6, in der der Verbrauch eines Teilwertes der ursprünglichen Berechtigung für den Inhaber sichtbar darstellbar ist sowie eine Taktspur 32. Der Kartenkörper kann beispielsweise aus Plastik oder Papier hergestellt sein, wobei das Material lediglich eine ausreichende Standfestigkeit des Kartenkörpers gewähren muß.
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Der Kartenkörper weist an seinem oberen Rand 7 einen zweiten Magnetstreifen 8 als Speichermedium auf.
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Die Vorrichtung 3 umfaßt eine Basisplatte 9, auf der mittels Anlegestiften 10-14 der Kartenkörper ausgerichtet haltbar ist. Im wesentlichen parallel zum oberen Rand 7 des Kartenkörpers ist ein auf seinen beiden Enden mittels auf der Basisplatte 9 befestigter Halteblöcke 15, 16 in einem Abstand über der Basisplatte gehaltener Vierkant-Führungsstift 17 vorgesehen. Auf dem Führungsstift gleitend ist ein Halteblock 18 angeordnet. Dieser weist auf seiner dem Kartenkörper zugewandten Seite einen Führungsstift 19 auf, welcher sich im wesentlichen senkrecht zu dem Führungsstift 17 und parallel zur Oberfläche der Basisplatte 9 erstreckt. Auch der Führungsstift 19 weist vorzugsweise einen viereckigen Querschnitt auf. Auf dem Führungsstift 19 ist ein Magnethalter so montiert, daß er auf dem Führungsstift gleiten kann. Gewünschtenfalls können die auf dem Führungsstift 17 bzw. dem Führungsstift 19 gleitenden Innenwände von Halteblock 18 und Magnethalter 20 mit einem geeigneten Material wie beispielsweise Kunststoff ausgekleidet sein, damit ein gleichmäßigeres Gleiten möglich ist.
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Der Magnethalter 20 trägt einen Magnet 21, der an seiner dem oberen Rand 7 des Kartenkörpers 2 zugewandten Seite zwei bis über den Magnetstreifen 8 eines eingesetzten Kartenkörpers hinüberreichende Polschuhe 22, 23 aufweist, von denen der erste Polschuh 22 mit dem Südpol und der zweite Polschuh 23 mit dem Nordpol des Magneten verbunden ist. Die beiden Polschuhe sind über dem Magnetstreifen zueinander und zu der Basisplatte und damit zu dem Magnetstreifen selbst parallel ausgerichtet. Sie weisen über dem Magnetstreifen 8 einen geringen Abstand in der Größenordnung von etwa 1/2-1 mm auf. Dadurch wird erreicht, daß bei Auflegen der Polschuhe auf den Magnetstreifen zwischen den Polen eine Markierung 24 entsteht.
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Der Magnethalter 20 ist mittels einer mit der Basisplatte 9 verbundenen Zugfeder 25 so vorgespannt, daß er ohne Fremdeinwirkung soweit zu dem Halteblock 18 zurückgezogen ist, daß die Polschuhe 22, 23 nicht mehr über dem Magnetstreifen 8 liegen. Der Magnethalter 20 kann durch Ergreifen mittels der Finger auf einfache Weise entgegen der Wirkung der Zugfeder 25 zu dem Kartenkörper 2 in die in den Figuren gezeigte Stellung bewegt werden, in der die Polschuhe 22, 23 über dem Magnetstreifen 8 liegen.
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Neben dem Halteblock 18 und parallel zu dem Führungsstift 17 ist eine Skala 26 vorgesehen. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel besteht diese aus Ziffern. Die Teile der Skala können aber auch mittels Buchstaben oder anderen Symbolen gekennzeichnet sein. Der Halteblock 18 weist an der der Skala 26 zugewandten Seite einen Einstellzeiger 27 auf.
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Im Betrieb befindet sich der Magnethalter 20 zunächst in seiner zurückgezogenen Stellung. Der Berechtigte legt den Kartenkörper 2 auf die durch die Anlegestifte bestimmte Stellung wie dargestellt ein. Anschließend stellt er zunächst die erste Position des für seine Person charakteristischen und von ihm gewählten oder ihm zugeteilten PIN-Codewortes ein. Dann ergreift er den Magnethalter 20 und führt ihn in die gezeigte Stellung mit den Polschuhen über dem Magnetstreifen und setzt so eine der gewählten Position entsprechende Markierung. Für jedes weitere Merkmal des Codewortes (beispielsweise für jede Ziffer einer Codezahl) wiederholt er den Vorgang und setzt so eine Mehrzahl von Markierungen.
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Die zugehörige Auswerteeinrichtung weist gemäß Fig. 3 einen Magnetkopf 28 als Schreib- und Lesekopf zum Auslesen und Einschreiben von Daten aus dem Magnetstreifen 4 bzw. in diesen hinein sowie eine Abtasteinrichtung 29 zum Auslesen der kartenspezifischen Merkmale aus der Auswertespur 5 auf. Ferner ist ein zweiter Magnetkopf 30 als Schreib- und Lesekopf so angeordnet, daß er beim Auswerten des Kartenkörpers 2 bei Bewegung desselben in Einzugsrichtung den Magnetstreifen 8 ausliest und bei entgegengesetzter Bewegung des Kartenkörpers den Inhalt des Magnetstreifens 8 löscht. Ferner ist eine weitere Abtasteinrichtung 31 vorgesehen, die eine Taktspur 32 auswertet. Die Taktspur weist eine Mehrzahl von Löchern 33 auf, welche eine feste Zuordnung der Taktspur zu dem Kartenkörper ergeben.
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Der Magnetkopf 28 ist in üblicher Weise über Verstärker 34, 35 und ein Parallel-Interface 36 mit einem Datenbus 40 verbunden. In gleicher Weise ist der Magnetkopf 30 über Verstärker 37, 38, ein Interface 39 und den Datenbus 40 mit einer Datenverarbeitungseinrichtung verbunden. Die Abtasteinrichtung 29 weist eine über einen Analog/Digital- Umsetzer 41, einen Verstärker 42 und den Datenbus mit einer Datenverarbeitungseinrichtung verbundene Lichtquelle 43 und eine zugehörige Abbildungsoptik sowie eine Empfängerdiode 44 auf. Das Ausgangssignal der Empfängerdiode 44 wird über einen Verstärker 45, ein Abtast-Halteglied 46 und einen Analog/Digital-Umsetzer 47 sowie eine HOLD-Logik 48 und den Datenbus 40 mit einem Computer verbunden. Die weitere Abtasteinrichtung 31 umfaßt eine Lichtquelle 49 mit einem optischen Abbildungsapparat sowie eine Differentialdiode 50 mit nachgeschalteten Vorverstärkern 51, 52 und einem Komparator 53. Der Ausgang des Komparators 53 ist über einen Pulserzeuger 54 und den Datenbus 40 mit dem Computer verbunden.
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Im Betrieb wird beim Aktivieren der Karte zunächst das vom berechtigten Benutzer im Magnetstreifen 8 eingeschriebene Codewort mittels des Magnetkopfes 30 ausgelesen. Diese Information wird über den Datenbus 40 einer Datenverarbeitungsstation zugeführt und in Binärcodeinformation umgewandelt, die dann über den Magnetkopf 28 neben den Informationen über die mit der Berechtigungskarte geltendmachbare Berechtigung und sonstige einzuschreibende Informationen und die Zuordnung zu der Taktspur 32 als Zusatzinformation in dem Magnetstreifen 4 eingeschrieben wird. Bei der Rückführung der Karte löscht der Magnetkopf 30 die Information in dem Magnetstreifen 8. In diesem Zustand kann ein Dritter somit die dem persönlichen Codewort entsprechende Information dem Magnetstreifen 8 bzw. der Karte nicht entnehmen. Bei der späteren Benutzung der Berechtigungskarte erzeugt der Benutzer wiederum seinem persönlichen Codewort entsprechende Markierungen 24. Diese werden in der Verarbeitungsstation mittels des Magnetkopfes 30 wiederum ausgelesen und zu Binärcodeinformationen umgewandelt. In der Datenverarbeitungseinrichtung werden diese Binärcodeinformationen dann mit den entsprechenden aus der Magnetspur 4 ausgelesenen Binärcodeinformationen verglichen. Stimmen die Informationen überein, so wird davon ausgegangen, daß der Benutzer der berechtigte Inhaber der Karte ist. Bei einer Abweichung zeigt eine nichtgezeigte Anzeige an, daß eine Berechtigung nicht gegeben ist.
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Unmittelbar nach dem Auslesen der Markierungen 24 werden diese bei jedem Auswertevorgang gelöscht. Ein Nichtberechtigter hat also keine Möglichkeit, die dem persönlichen Codewort entsprechenden Markierungen herauszufinden. Die Löschung erfolgt auf einfache Weise. Insbesondere ist keine mechanische Rückstelleinrichtung erforderlich.
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In dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel wurde als Speichermedium ein Magnetstreifen 8 beschrieben. Anstelle des Magnetstreifen kann aber auch ein elektronisches Speichermedium oder ein in seiner Farbe reversibel beeinflußbares Medium aufgebracht werden. Anstelle des Magnets und der Polschuhe sind dann geeignete Elemente zum Setzen von Markierungen vorzusehen. Entscheidend ist dabei, daß das Medium so ausgebildet ist, daß die Markierungen jeweils unmittelbar nach dem Auslesen löschbar sind, so daß ein Auffinden der Markierungen durch einen Dritten nicht möglich ist.
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Die Vorrichtung 3 kann einen mit der Basisplatte 9 verbundenen Umschlag aufweisen, so daß die Vorrichtung mit dem Umschlag in Form einer Mappe abgedeckt ist.
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In dem obigen Ausführungsbeispiel wurde ein Permanentmagnet 21 verwendet. Es kann anstelle des Permanentmagneten auch ein Elektromagnet bzw. ein elektromagnetischer Schreibkopf verwendet werden.